#Corona: Schulung zum / zur Kulturmittler*in verschoben

Die für März / April geplante Schulung zum / zur Kulturmittler*in musste aufgrund der aktuellen Situation verschoben werden.

Es wird eine nächste Schulung in 2020 geben, jedoch ist der Zeitpunkt noch nicht klar, wann dies wieder möglich sein wird.

Wenn Sie trotzdem an einer Schulung zum / zur Kulturmittler*in interessiert sind. Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

Sie leben in Sachsen? Sie sprechen Somali, Georgisch, Vietnamesisch, Burmesisch, Mon, Französisch, Russisch, Spanisch oder Kurdisch (Kurmandschi) auf muttersprachlichem Niveau? Sehr gern können Sie ein unverbindliches persönliches Gespräch mit uns vereinbaren.

Sie sind an der Tätigkeit als Kulturmittler*in interessiert, sprechen aber eine andere Sprache? Nehmen Sie gern trotzdem Kontakt zu uns auf.

Die Schulung ist für alle Teilnehmenden kostenfrei und Fahrtkosten können nach Absprach übernommen werden.

Bei Interesse an der Tätigkeit als Kulturmittler*in kontaktieren Sie bitte Diana Knorr.

Konzeptanpassung ab 01.01.2020

Erstorientierungskurse in Sachsen

Zum 01.01.2020 wurden die Angebote der sächsischen Erstorientierungskurse (im Folgenden sächsische EOK genannt) angepasst. Die „Sprachliche Orientierung“ wurde mit den EOK nach dem Modell des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), auf der Grundlage „Erstorientierung und Deutsch Lernen für Asylbewerber in Bayern“, synchronisiert.  Die EOK des BAMF werden weiterhin durch das sächsische Modell der kompakten Alltagsorientierung durch muttersprachliche Kulturmittler*innen ergänzt.

Die 2015 entwickelten sächsischen EOK sind erprobt, bewährt und voll implementiert. Darüber hinaus bietet das sächsische Modell Flexibilität für die Standorte und ist bedarfsgerecht für die Zielgruppen, Menschen mit unsicherer Bleibeperspektive in AnkER-funktionsgleichen Einrichtungen, weiterentwickelt worden.

Entwicklung der EOK in Sachsen

2015 – 2019

Das sächsische Model der Erstorientierungskurse wurde für die Zielgruppe Geflüchteter mit kurzer Verweildauer und hoher Fluktuation in Erstaufnahmeeinrichtungen konzipiert. Durch die absehbare Entwicklung in Richtung einer längeren Verweildauer in den Einrichtungen wurde über ein zusätzliches Angebot nachgedacht, das über die 15 UE sprachliche Orientierung hinaus ging. Menschen, die sich länger in den Einrichtungen aufhielten, konnten so zusätzlich weitere 45 UE soziale Orientierung in Anspruch nehmen.

Die sächsischen Erstorientierungskurse bestehen aus zwei Teilen:

  • Teil 1. Alltagsorientierung durch herkunftssprachliche Kulturmittler*innen (15 UE)
  • Teil 2. Soziale Orientierung (15 UE)
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit eines Zusatzmoduls Soziale Orientierung (45 UE)

2018 – 2019, Standort Dresden – Einführung der EOK nach dem BAMF Modell in Sachsen

Im Zuge der Einführung des AnKER-Pilotprojekts zum 01.08.2018 wurde in Dresden neben den sächsischen EOK auch das Modell des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf der Grundlage „Erstorientierung und Deutsch Lernen für Asylbewerber in Bayern“ durchgeführt.

Dabei waren die EOK nach sächsischem Modell den EOK nach dem BAMF-Modell vorgeschaltet.

In Dresden wurden folgende Anteile durchgeführt:

  • Teil 1. Alltagsorientierung (15 UE)
  • Teil 2. Soziale Orientierung (15 UE)
  • Teil 3. Soziale Orientierung Zusatzmodul (45 UE)
  • Teil 4. BAMF-Kurs (300 UE)

Dies erwies sich in Abstimmung mit den Kursträgern sowie den Dozentinnen und Dozenten als ideal für die Umsetzung der EOK in Sachsen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Standort über die benötigte Raumkapazität verfügt.

Seit dem 01.01.2020 – Implementierung der EOK nach dem BAMF-Modell in Sachsen

Das Bayrische Curriculum wurde für die bundesweite Einführung der Erstorientierungskurse des BAMF in 2017 übernommen. Da Sachsen bereits schon seit 2015 Erstorientierungskurse nach sächsischem Model durchführte, wurde dies in Absprache mit dem BAMF bis Ende 2019 beibehalten.

Durch die Umstrukturierung der Erstaufnahmeeinrichtungen in Sachsen in AnKER- bzw. AnkER-funktionsgleichen Einrichtungen (2018 und 2019) sowie durch die Änderungen der Rahmenbedingungen für Geflüchtete durch das „Zweite Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“ (2019) wird nun ein bundesweites einheitliches Angebot der Erstorientierung in den AnkER- und AnkER-funktionsgleichen Einrichtungen durch das BAMF angestrebt.

Die sächsische Landeskoordination Erstorientierung erarbeitete daher Anfang 2020 gemeinsam mit den Kursträgern und den Dozent*innen der EOK auf Grundlage der Erfahrungen mit dem sächsischen Curriculum ein Konzept dazu, wie dieses mit dem BAMF-Curriculum „Erstorientierung und Deutsch Lernen für Asylbewerber in Bayern“ (im Jahr 2013 in einem Modellprojekt für Gemeinschaftsunterkünfte in Bayern konzipiert)  synchronisiert werden kann.

Da Erstorientierungskurse in Sachsen ausschließlich in AnkER- und AnkER-funktionsgleichen Einrichtungen stattfinden, ist bei der Umsetzung des BAMF Curriculums eine Flexibilität notwendig. So sind beispielsweise nicht alle Module des BAMF-Curriculums auf die Lebensrealität und Perspektiven der Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen zugeschnitten. Des Weiteren zeichnen sich die Standorte der Kurse in Sachsen durch sehr unterschiedliche Voraussetzungen aus, auf die flexibel reagiert werden muss.  So gibt es Einrichtungen, in denen die Geflüchteten sehr lange verweilen, und andere, in denen es eine hohe Fluktuation gibt. Dies wirkt sich auf die Kursgestaltung aus. Um diese Unterschiede möglichst abzudecken wurde die Implementierung des 300 UE BAMF-Curriclums anhand eines Basismoduls von 100 UE sowie eines Aufbaumodul von 200 UE umgesetzt.

Seit dem 01.01.2020 werden folgende Angebote der Erstorientierung in Sachsen durchgeführt.

  • Teil 1. Alltagsorientierung (15 UE)
  • Teil 2. BAMF-Kurs (300 UE)

Überdies kann ergänzend dazu das sächsische EOK Model der „Sprachlichen Orientierung“ von 15 UE wieder aktiviert werden, sollten sich die Rahmenbedingungen ändern und eine schnelle und intensive Erstinformation erneut notwendig sein.

Das Land Sachsen ergänzt die Erstorientierungskurse des BAMF durch das sächsische Modell der kompakten Alltagsorientierung durch muttersprachliche Kulturmittler*innen.

Dies ist ein Erfolgsmodell, welches sich in einer Vielzahl von Kursen seit 2015 bewährt hat und bundesweite Anerkennung erfährt. Der Kursteil der Alltagsorientierung wird von eigens ausgebildeten Kulturmittler*innen mit eigener Migrationserfahrung in der Muttersprache der Teilnehmenden durchgeführt.

 Themen sind dabei u.a.:

  • Das Asylverfahren und der Aufenthalt in der Erstaufnahmeeinrichtung
  • Wege zur Erwerbstätigkeit und das deutsche Bildungssystem
  • Werte, Normen, Grundrechte
  • Orientierung in der Umgebung und Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel
  • Gesundheit und Umwelt

Durch den Wegfall der sprachlichen Barriere ergibt sich für die Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eigene Anliegen mitzuteilen. Unterrichtsinhalte können dialogisch bearbeitet und diskutiert werden. Durch die eigene Migrationserfahrung können die Kulturmittler*innen die Situation des „Neu-Ankommens“ nachvollziehen und empathisch auf die Teilnehmenden eingehen. So spielt in diesem Kursteil neben den wichtigen Inhalten auch die menschliche Komponente, die den Teilnehmenden einen Raum bietet, sich zu öffnen, eine entscheidende Rolle.

Das Konzept der muttersprachlichen Alltagsorientierung nach sächsischem Vorbild wurde durch das BAMF für die Pilotphase der bayrischen AnkER-Zentren übernommen. Derzeit werden dort unter dem Titel „Wegweiserkurse“ von Kulturmittler*innen Kurse durchgeführt und evaluiert.

Schulung für neue KulturmittlerInnen

Es ist vollbracht. In den Räumen der Landesgeschäftsstelle ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. fand im Februar die erste Schulung zur KulturmittlerIn dieses Jahres statt. Elf Personen nahmen sich am Wochenende trotz des sonnigen Wetters die Zeit, um sich zur KulturmittlerIn für Erstorientierungskurse für Asylsuchende in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen qualifizieren zu lassen.

Mit hoher Konzentration und Motivation lernten die Teilnehmenden beispielsweise den Ablauf des Asylverfahrens kennen, setzten sich mit dem sächsischen Curriculum für Erstorientierungskurse und der Rolle der KulturmittlerInnen auseinander und eigneten sich Techniken zum Selbstschutz im Umgang mit traumatisierten Menschen an. Abschluss der Schulung bildeten die Kursimulationen als KulturmittlerIn, die alle Teilnehmenden absolvierten.

Die Landeskoordination Erstorientierung Sachsen gratuliert zur erfolgreich absolvierten Schulung zur KulturmittlerIn. Durch diese konnte der  unser Pool u.a. um die Sprachen Französisch, Spanisch, Türkisch, Aserbaidschanisch, Englisch ausgebaut werden. Besonders hervorzuheben und erfreulich ist hierbei, dass nun auch Erstorientierungskurse auf Amharisch angeboten werden können.

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Wir wünschen allen neuen Kulturmittler/innen ein gutes Gelingen Ihrer Kurse und freuen uns auf eine tolle Zusammenarbeit.

Netzwerktagung „Ankommen, Zurechtfinden, gemeinsam Gestalten – Erstorientierungskurse in Sachsen“

Am 28.01.2019 fand, anlässlich der weiteren Projektförderung im Jahr 2019, die Netzwerktagung „Ankommen, Zurechtfinden, gemeinsam Gestalten – Erstorientierungskurse in Sachsen“ an der VHS Dresden statt.

Dieser Fachtag, organisiert von der Landeskoordination Erstorientierung Sachsen, bot AkteurInnen aus Bildung, Politik, Verwaltung, der Beratungspraxis und Sozialarbeit einen Raum um über den aktuellen Stand der Erstorientierungskurse in Sachsen sowie zukünftige Entwicklungen in den Dialog zu treten. Was bereits gelingt, was weiterentwickelt und was verstetigt werden muss, waren dabei nur einige der Fragen, zu denen sich die verschiedenen AkteurInnen der Integrationsarbeit austauschten.

In zwei Podiumsgesprächen diskutierten die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, der Direktor der Volkshochschule Dresden und stellv. Vorsitzende des Sächsischen Volkshochschulverbands, Jürgen Küfner und der Geschäftsführer von ARBEIT UND LEBEN Sachsen, Frank Schott sowie DozentInnen, KulturmittlerInnen und VertreterInnen der Landeskoordination Erstorientierung und der Projektpartner über die gesellschaftliche Bedeutung und die praktische Umsetzung der Kurse. Zudem wurden die Ergebnisse der umfassenden Evaluation vorgestellt, welche 2018 von der Landeskoordination Erstorientierung gemeinsam mit den Kursträgern umgesetzt wurde.

Im zweiten Teil der Netzwerktagung tauschten sich die TeilnehmerInnen in verschiedenen Workshops zu dem Entwicklungspotential des Curriculums, Möglichkeiten des Übergangsmanagement und Wegen der TeilnehmerInnengewinnung aus.

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Insgesamt nahmen 50 Gäste teil, wobei neben unmittelbar Projektbeteiligten auch Interessierte aus vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen, wie beispielsweise der Kommunen, der Polizei, der BAMF-Regionalstellen und der sächsischen Landesärztekammer, vertreten waren.

Netzwerktagung „Ankommen, Zurechtfinden, Gemeinsam gestalten“ – Erstorientierungskurse in Sachsen

Die Erstorientierungskurse in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen werden auch im Jahr 2019 weitergführt. Aus diesem Grund möchten wir Sie herzlich zu unserer Fachtagung am 28.01.2019, 09:15 -15:15 Uhr, in die Volkshochschule Dresden einladen. Wir möchten uns mit Ihnen zu verschiedenen Themen austauschen und vernetzen.

Wir sehen die Erstorientierungskurse in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen u.a. als ersten Schritt in der Integration von Geflüchteten, bei dem Überblickswissen vermittelt wird. Wir wollen dazu im Rahmen der Fachtagung  mit anderen Akteuren der Integrationsarbeit ins Gespräch kommen, um eine bessere Verzahnung zwischen diesem und anderen Integrationsangeboten herzustellen: Darüber informieren, was die Erstorientierungskurse leisten und wie sie sich ins Integrationsgeschehen einfügen, sowie darüber sprechen, wie die Erstorientierungskurse und weiterführende Angebote besser aufeinander abgestimmt werden können.

Der angefügten Einladung können Sie weitere Informationen und die inhaltlichen Schwerpunkte der Veranstaltung entnehmen.

Bitte melden Sie sich bis spätestens 18.01.2019 per Mail an fachtagung@erstorientierung-sachsen.de an.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Pressegespräch mit Staatsministerin Petra Köpping in der Erstaufnahmeeinrichtung Leipzig

Am 23.05.2018 besuchte die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Frau Petra Köpping, die Erstaufnahmeeinrichtung in Leipzig. Bei einem Pressegespräch zog sie gemeinsam mit Sabine Baldauf, Bereichsleiterin Flüchtlingshilfe des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Prof. Dr. Ulrich Klemm, Geschäftsführer des sächsischen Volkshochschulverbandes und Frank Schott, Geschäftsführer von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V., eine äußerst positive Zwischenbilanz unserer Erstorientierungskurse. Gerade der sächsische Ansatz, ein muttersprachliches Modul durch unsere KulturmittlerInnen durchzuführen, wurde von allen Gesprächspartnern als innovativ und richtungsweisend hervorgehoben.

Prof. Dr. Ulrich Klemm, Staatsministerin Petra Köpping, Sabine Baldauf, Frank Schott
v.l.: Prof. Dr. Ulrich Klemm, Staatsministerin Petra Köpping, Sabine Baldauf, Frank Schott

Auch die Deutschdozentin T. Vu und der Kulturmittler M. Dabdoub nahmen am Gespräch teil und bereicherten es durch eindrückliche Schilderungen ihrer Erfahrungen. Herr Dabdoub hob hervor, dass er seine eigenen Erfahrungen mit dem Neu-Ankommen in Sachsen gerne an die Kursteilnehmenden weitergibt.

Sprachdozentin T. Vu und Kulturmittler M. Dabdoub
Sprachdozentin T. Vu und Kulturmittler M. Dabdoub

Frau Staatsministerin Köpping ist außerdem stolz darauf, dass Kurse zur Erstorientierung nun auch bundesweit gefördert werden. Sie würde sich jedoch auch wünschen, dass das sächsische Konzept bundesweit zur Anwendung kommt.

Der MDR berichtete über das Pressegespräch:

Dokumentation zum Wegweiser-Projekt erschienen

Pünktlich zur Leipziger Buchmesse erscheint im März 2018 unsere Dokumentation zum Wegweiser-Projekt für Asylsuchende. Dieses Integrationsprojekt zur Erstorientierung von Geflüchteten in Erstaufnahmeeinrichtungen wurde vom sächsischen Volkshochschulverband und ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. zusammen mit sächsischen Volkshochschulen im Auftrag der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, im Zeitraum von November 2015 bis Juli 2017 durchgeführt. In der Dokumentation werden Erfahrungen und Ergebnisse dieses erfolgreichen Modellprojekts, bei dem in 400 Kursen über 8.000 Zugewanderte in Erstaufnahmeeinrichtungen geschult wurden, vorgestellt.

Die Dokumentation mit dem Titel „Wegweiser für Asylsuchende – Kurse zur Erstorientierung in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“ wird vom Sächsischen Volkshochschulverband und ARBEIT UND LEBEN Sachsen herausgegeben, hat einen Umfang von 112 Seiten und ist in dem sozialpolitischen Fachverlag AG SPAK Bücher (Neu-Ulm 2018, ISBN 978-3-945959-28-2) erschienen. Der Band ist im Buchhandel oder bei ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. (Leipzig) sowie beim Sächsischen Volkshochschulverband e.V. (Chemnitz) erhältlich.

Wegweiser für Asylsuchende

Neue KulturmittlerInnen ausgebildet

Heute geht eine weitere erfolgreiche KulturmitterInnen-Ausbildung zu Ende. Im Laufe der Woche wurden zwölf Interessierte mit den Inhalten des Curriculums und den didaktischen Grundprinzipien der Erstorientierungskurse vertraut gemacht. Außerdem absolvierten alle Teilnehmenden ein interkulturelles Training, einen Crashkurs in Sachen Asylrecht und wurden für den Umgang mit möglicherweise traumatisierten Kursteilnehmenden sensibilisiert. Außerdem stellten sich VertreterInnen der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Malteser Hilfsdienstes den angehenden KulturmittlerInnen vor und berichteten über die Arbeit in den Erstaufnahmeeinrichtungen.

Ausbildung neuer KulturmittlerInnen

Erstmals wurden KulturmittlerInnen für die Sprachen Georgisch, Spanisch und Türkisch ausgebildet, womit wir auf die sich ändernden Rahmenbedingungen  in der Praxis reagieren.

ARBEIT UND LEBEN Sachsen und SVV erhalten Innovationspreis Weiterbildung 2017 des Freistaates Sachsen

Im Rahmen der Verleihung des Innovationspreises Weiterbildung 2017 des Freistaates Sachsen am
20. September in Leipzig ist ARBEIT UND LEBEN Sachsen gemeinsam mit dem Sächsischen Volkshochschulverband e.V. mit dem 2. Preis ausgezeichnet worden.

ARBEIT UND LEBEN Sachsen und SVV erhalten Innovationspreis Weiterbildung 2017 des Freistaates Sachsen

Die Jury würdigte damit die erfolgreiche Umsetzung des Modellprojekts „Wegweiserkurse für Asylsuchende in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“, das erst kürzlich weitestgehend in das Regelangebot „Erstorientierungskurse in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“ übernommen wurde.

Im Jahr 2015 wurden ARBEIT UND LEBEN Sachsen und der Sächsische Volkshochschulverband e.V. gemeinsam durch die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, beauftragt, ein Konzept für „Wegweiserkurse für Asylsuchende in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“ zu entwickeln und zu erproben. Dieses Vorhaben wurde maßgeblich im Jahr 2016 umgesetzt.

Im Rahmen der einwöchigen Wegweiserkurse konnten über 8000 Asylsuchende bei ihren ersten Schritten in den Bereichen sprachliche Orientierung und Alltagsorientierung unterstützt werden. Die Kursteilnehmer/-innen wurden dabei jeweils 15 Unterrichtseinheiten von DaZ-Fachkräften (Deutsch als Zweitsprache) und weitere 15 Unterrichtseinheiten von Kulturmittler/-innen angeleitet.

Kulturmittler/-innen sind Lehrkräfte mit Migrationshintergrund und können den Asylsuchenden mit wichtigen Informationen in der jeweiligen Landessprache zur Seite stehen – ein Konzept, das sich bewährt hat: Auch im Rahmen der sächsischen Erstorientierungskurse werden künftig von ARBEIT UND LEBEN Sachsen ausgebildete Kulturmittler/-innen zum Einsatz kommen.

Preisverleihung

Brunhild Kurth, Sächsische Staatsministerin für Kultus, würdigte das Konzept der Wegweiserkurse als einen strukturierten und durchdachten Ansatz zu einer hochaktuellen gesellschaftlichen Themenstellung. Die Jury sieht „in dem Vorhaben ein herausragendes Innovationsprojekt mit großem Engagement, kreativer Intelligenz und großer öffentlicher Signalwirkung“.

Dr. Ralph Egler, der den Preis in seiner Doppelfunktion als Vorsitzender des Sächsischen Volkshochschulverbands und von ARBEIT UND LEBEN Sachsen entgegennahm, freute sich insbesondere auf die Implementierung des Modellprojekts als Standard- und Regelangebot.

Die Wegweiserkurse leben als Erstorientierungskurse weiter und finden einen flächendeckenden Einsatz in Sachsen. Volkshochschulverband und ARBEIT UND LEBEN arbeiten als Landeskoordination Erstorientierungskurse weiter, stellen die Qualitätssicherung, das Monitoring, die Evaluierung und insbesondere die Ausbildung der Kulturmittler sowie die Begleitung der Kultur- und Sprachmittler sicher.